„Snow & Fun“ im Kaunertal

Ende letzten Jahres hatte der wohl größe Fotobuchhersteller Deutschlands in einem seiner Fotoworkshops ein paar Plätze für Blogger ausgeschrieben. Ich bewarb mich und wurde letztenendes neben zwei Reiseblogs durch meine vielfältigen Inhalte als teilnehmender Fotoblog ausgewählt.

Der Workshop fand vom 28. – 30. Januar im schönen Kaunertal in Tirol / Österreich statt. – Los ging für mich aber bereits am 27. Januar, da ich eine recht spezielle aber dafür umso abenteuerliche Reiseroute nehmen sollte.

1. Die Anreise:

Snow-and-Fun-Kaunertal_JessicaHanke_01_IMG_2243Also fuhr ich Dienstagnachmittag mit dem ICE (soviel Beinfreiheit und guten Kaffee hatte ich bis jetzt noch nie in der DB!) vom Leipziger bis zum Berliner Hauptbahnhof. Dort brachte mich der TXL (nachdem ich ihn endlich gefunden hatte) mit gefühlten 100 Zwischenstopps zum Flughafen Tegel. Und kurze Zeit später hob ich dann auch schon, nach über 13 Jahren Flugabstinenz, ab in luftige Höhen und konnte endlich Berlin bei Nacht von oben bestaunen..

In Frankfurt musste ich dann noch einmal das Flugzeug wechseln, vom Lufthansa Airbus in ein winziges der Österreich Airline. Viel Zeit hatte ich nicht den riesigen Frankfurter Fluhafen (insgesamt hat er eine Fläche von ca 15,6 km ², worein etwa 2889 Fußballfelder passen würden..) bis zu meinem Gate abzulaufen. Aber immerhin Zeit genug Roman Arnold anzurufen, welcher mir die Weiterfahrt ab Innsbruck gesichert, und im übrigen den gesamten Workshop organisiert hatte.

Im Bauch der nun österreichischen Flugmaschine ärgerte ich mich nun etwas über meine missglückte Platzauswahl. – Denn hatte ich mir extra für beide Hinflüge einen Fensterplatz reserviert, musste ich nun feststellen, dass ich beim zweiten Flug zwar einen Platz an der Flugzeugwand, aber den einzigen Außenplatz ohne Fenster hatte.. – Wenn mir das eher bewusst gewesen wäre, hätte ich die Kamera bereits beim ersten Flug für ein paar Nachtflugbilder rausgekramt.. Aber naja, nun musste ich mich damit zufriedengeben abwechselnd beim Vorder- und Hintermann mit durchs Fenster zu lunzen.

Gelandet im beschaulichen Innsbrucker Flughafen wartete bereits Charly Hafele, der Besitzer des Hotels Weissespitze**** um mich persönlich zu eben dieser, unserer Unterkunft im Kaunertal zu bringen.

Bereits bei der Aneise stimmte einen das Wetter auf das das Workshopthema ein! – Schon vom Flugzeug aus hatte man sich erst über den hellen Himmel gewundert, der sich beim genauerem hinsehen als lauter kleine Schneeflocken entpuppte, welche durch das Flugzeug angeleuchtet wurden, und später die weißbedeckte Spielzeuglandschaft bewundern können. – Nun im Auto, auf der ca. einstündigen Fahrt von Innsbruck ins Kaunertal nach Feichten an der Alz, begann ein regelrechter Schneesturm, bei dem ich froh war nicht selbst am Steuer zu sitzen. – Aber ich hatte auch genug damit zu tun durchs Fenster die riesigen Berge zu bestaunen, die sich neben den Straßen unbemerkt aus dem Dunkel der Nacht herausschälten.

Snow-and-Fun-Kaunertal_JessicaHanke_02_IMG_2263Im Hotel angekommen wurde ich nach dem einchecken, bereits herzlich von den bereits Angereisten, allen voran Roman begrüßt. Er erläuterte mir das Programm und machte mich mit den ersten bekannt. Die Fotografen seien durch die Witterung noch nicht da, aber der Workshop solle Mittag am folgenden Tag beginnen.

„Frischer Schnee bedeckt die Felder, nur noch Stille, weit und breit. und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit.“
Unbekannt

„Fresh snow covered fields , only silence , far and wide. and in a moment I feel eternity.“
Anonym

Snow-and-Fun-Kaunertal_JessicaHanke_03_IMG_2284

2. Der Workshop Tag 1:

So war es dann auch. Noch als ich mit den anderen an der Bar saß kamen auch die Fotografen an, sodass der Workshop am Mittwoch wie geplant beginnen konnte.

(Wer jetzt noch nicht erraten hat, welcher Fotobuchhersteller den Workshop veranstaltet, und mich eingeladen hat erfährt es spätestens jetzt. 😉 )

Eingeladen wurde ich von Cewe-Fotobuch, welche selbst mit 6 Mitarbeitern, u.a. 4 Fotografen aus dem Cewe-Fotostudio angereist waren.  Insgesamt waren wir 19 Teilnehmer mit unterschiedlichsten Kenntnissen und Gründen warum wir dabei waren – Als Blogger wurden die Reiseblogger Hubert vom Travellerblog.eu, sowie Caro und Moritz von Gipfeltraeumer.de und ich als Fotoblogger eingeladen.

Zur Einführung ins Thema hielt Fotograf Hergen von Cewe eine kleine Präsentation. Er erklärte praktische technische Grundlagen fürs Fotografieren, und gab viele Tipps für das Auffinden interessanter Motive und Bildkompositionen. Besonders eingeprägt hat sich, mir sein Hinweis: „Augen auf!“ – Denn man kann noch so ein guter „theoretischer Fotograf“ sein, wenn man nicht um sich blickt und die Motive findet.

Danach ging es raus, das erste Mal die Umgebung betrachten, und das neue Wissen anwenden. Ich persönlich konnte die ersten paar 100 Meter nichts fotografieren, ich war so fasziniert von der Umgebung, den Bergen links und rechts vom Tal, schneebedeckt und hochhinausragend..

Natürlich nahm ich später auch noch die Kamera zur Hand, nachdem ich die ersten Eindrücke mit dem Handy an die Daheimgebliebenen geschickt hatte, und hielt einiges auf meiner Speicherkarte fest.

Am auf dem Weg liegendem Gewässer probierten sich einige der Teilnehmer gleich mit Graufiltern und Langzeitbelichtung aus, um Fotos weich fließender Gewässer zu erzeugen.

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Nach unserer Rückkehr im Hotel konnten wir im Restaurant das erste Mehrgänge-Menü unseres Aufenthaltes im Hotel Weissespitze genießen. (Was gesagt werden muss, ist, dass das Essen alle Tage hin durchgehend traumhaft war, allein deshalb würde ich noch einmal hinfahren!) Was wir drei Tage lang alles gegessen haben, könnt ihr übrigens im einzelnen auf Huberts Instagram-Account nachverfolgen. 😉

Nach dem Essen hatten wir Zeit erste Fotos zu sichten, bearbeiten oder bereits von den mitgebrachten Cewe-Sofortdruckern ausgeben zu lassen.

Außerdem hatten Roman und Co. eine Auswahl an Fotobüchern und der sonstigen Produktpalette mitgebracht, sodass man sich alles einmal in Ruhe ansehen und Fragen dazu stellen konnte. Persönlich hatte ich Fragen zu dem neuen Fotobüchern, in welche man mithilfe von QR-Codes Videos einbinden kann mitgebracht, welche ich Euch aber in einem späteren Post noch anhand eines Beispiels genauer erläutern werde.

Nach dem Abendessen war noch ein weiterer Programmpunkt geplant. – Malen mit Licht.

Hatte ich zuletzt Neujahr mit Freunden die neue Jahreszahl mit Sternchenfeuer und Langzeitbelichtung in die Luft geschrieben, konnte ich mich nun mit einer Vielzahl unterschiedlicher Taschenlampen sowie Stativ und Fernauslöser ausgestattet an weiteren „Malereien“ ausprobieren. Es wurde die Umgebung angeleuchtet, in die Luft gemalt und geschrieben, ein Auto an den Konturen nachgezeichnet, und sogar ein leuchtender Schneengel auf dem Foto „eingefangen“.

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3. Der Workshop Tag 2:

Am zweiten Workshoptag sollte es früh los gehen. Eigentlich war angedacht Skifahrer in Action zu fotografieren. – Aufgrund der schlechten Witterung (durchgehender Schneefall und kaum Sicht) führte uns eine frühe Wanderung in die ca. 6 km von Prutz entfernte Wallfahrtskirche Kaltenbrunn (auf 1260 m Höhe) am Beginn des Kaunertales.

Auf dem Weg enstanden durch den Schneefall viele eindrucksvolle Bilder. Und in der Kirche konnten sich die Teilnehmer mit dem „Problem“ des wenig vorhandenen Lichts beschäftigen. Es wurde u.a. mit großer Blende und Festbrennweiten fotografiert, und HDRs ausprobiert.

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Der Weg rückzu war schon etwas einfacher. Ging es doch nun bergab, dem Essen entgegen, und auch der Schneefall hatte aufgehört und die Sicht sich gebessert.

Nach dem Mittagessen ging es gleich weiter, geplant war als zweiter Tagesprogrammpunkt eine weitere Wanderung, – aber mit Schneeschuhen! Die Schneeschuhwanderung sollte durch den Naturpark Kaunergrat gehen. Ein Bus brachte uns zum Naturparkhaus in Fließ, wo wir ausgestattet mit Schneeschuhen und Skistöcken, nach einem Gruppenfoto losliefen. Damit wir mit den Schuhen zurechtkamen und uns auch nicht verliefen, hatten wir einen persönlichen Guide, Wolfgang, welcher früher einmal Bergführer war. Er zeigte uns wie man die Schuhe anzieht, damit vorwärts läuft, ermutigte uns nach einigen anstengenen Anstiegen zum herunterspringen der Abhänge, und an einem frisch zugeschneiten goßen Abhang sogar zu einem Schneeschuhwettrennen.

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Schneeschuhwandern ist eine tolle Sache! Man sinkt nicht in den hohen Schnee ein, kommt aufgrund der Spikes mit wenig Anstrengung Berge hinauf, und schwer sind sie auch nicht. Trotz dass ich streckenweise innerhalb der ca. 3-stündigen Wanderung dachte „jetzt kann ich nicht mehr“, ging es immer weiter. Später kamen wir alle glücklich und etwas erschöpft wieder am Naturparkhaus an. – Komischerweise hatte auch niemand von uns am nächsten Tag Muskelkater oder sonstige Beschwerden von der Anstrengung..

Gesehen hatten wir während der Wanderung viel, insbesondere da uns Wolfgang hier und dort immer wieder interessante Dinge in der Natur zeigte. Nur mit dem Fotografieren, insbesondere in unserer großen Gruppe war es mit Schneeschuhen etwas schwierig, da man immer wieder stehenbleiben und ggf. auch die Kamera aus- und einpacken musste..

Snow-and-Fun-Kaunertal_JessicaHanke_04_IMG_2304Die Abende waren ausschließlich zum Ausspannen im Wellnessbereich des Hotels und zum Netzwerken an der Bar gedacht. Man tauschte sich aus, knüpfte Kontakte und Visitenkarten wechselten ihre Besitzer. Ich hatte meine Kamera-Bausatz-Postkarten mit, und Teilnehmer Thomas baute sie tatsächlich noch abends live an der Hotelbar zusammen!! 🙂

4. Die Auswertung:

Auch eine schöne Zeit muss irgendeinmal zuende gehen..

Am dritten gemeinsamen Tag ging es nach dem Frühstücken und Zimmer auschecken, daran die letzten Bilder durchzusehen, zu bearbeiten, für die Abschlusspräsentation auszuwählen, und auch auszudrucken.

Es war schwierig, hatte ich die letzten Abende nicht groß sortiert, stand ich nun trotz für meine Verhältnisse mit ca. 350 Bilder vor der sprichwörtlichen „Qual der Wahl“..

Zur Abschlusspräsentation wurde eine Auswahl an Bildern jedes Teilnehmers mit dem Beamer an die Wand geworfen und besprochen. Erstaunlich, dass trotz 19 Teilnehmern kaum jemand ein ähnliches Motiv ausgewählt hatte.

Die Präsentation war ein schöner Abschluss des dreitägigen Workshops. Neben vielen neuen Eindrücken und neuen Freundschaften, durften wir nun noch das Gruppenfoto und ein Goodiebag von Cewe mit nach Hause nehmen, welches uns Roman und Hergen zusammen mit einer Teilnahmeurkunde überreichten.

5. Die Heimreise:

Wie wir in Kaunertal gekommen sind, so ging es auch wieder zurück in die Heimat.

Gemeinsam mit Christine (welche mit mir bis Berlin) und Bärbel (die uns bis Frankfurt begleiten sollte) fuhr uns ein Kleinbus des Hotels wieder zum Innsbrucker Flughafen.

Dort hatten wir noch einiges an Aufenthaltszeit, sodass wir bei Kaffee und Gebäck noch einmal die schöne Workshopzeit revué passieren lassen konnten. Als Bording war konnten wir direkt vorm Flugzeug noch ein Foto machen, welches den Eindruck erweckt, wir hätten ein Privatjet gechartert.. ^^

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Und diesmal hatte ich zumindest im ersten Flug Glück mit dem Platz. Ich saß am Fenster und konnte viele tolle Aufnahmen vom Himmel aus machen. Besonderns beeindrucken waren die flauschigen Wolken. Und als wir Frankfurt anflogen, erkannte ich einiges von den vergangenen Jugendmedientagen wieder.

In Frankfurt trennte sich dann zuerst Bärbel und unsere Wege. Sie würde auf andere Weise weiter Richtung Norddeutschland fliegen.

Ich flog noch gemeinsam mit Christine nach Berlin. – Wobei ich dann einen Mittelplatz hatte, von dem ich nur ein einziges mal, über die schlafende junge Asiatin neben mir hinweg, eine Aufnahme vom rotglühenden Sonnenuntergangshorizontsteifen machen konnte.

In Berlin Tegel wieder die Suche nach dem TXL, und die Fahrt zum Bahnhof. Dort verbrachten wir noch 2 nette Stunden im Vapiano des Hbf. Und dann trennten sich auch unsere Wege. 1h ICE-Fahrt nach Leipzig hatte ich nun noch vor mir..

23.30 Uhr kam ich dann glücklich und ausgepowert zurück in Leipzig an, wo ich gleich am Bahnhof in Empfang genommen wurde.

Ich wurde zur Teilnahme am Fotoworkshop, inklusive An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung und Goodie-Bag von Cewe-Fotobuch eingeladen. Als Gegenleistung, sollte
nach der Veranstaltung einzig ein Blogbeitrag (Länge und Art freigestellt) über den Workshop veröffentlicht werden. – Mit diesem Beitrag vertrete ich 100%ig meine eigene Meinung.

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